Mittel für Haarwuchs
Es kommen ständig neue Mittel auf den Markt, die gegen Haarausfall wirken und den Haarwuchs verstärken
sollen. Man kann sie alle ausprobieren und am Ende doch feststellen, dass keines wirklich geholfen hat. Es kommt immer auf die Ursache des Haarausfalls an und auch darauf, wie schnell etwas dagegen getan wird. Generell ist es sicherer, wenn man bei Haarausfall einen Arzt aufsucht. Der kann dann passende Mittel verordnen.
Ein oft empfohlenes Mittel um die Haarwurzeln anzuregen und wieder neue Haare zu bilden ist „Pantovigar“. Die Tabletten enthalten hoch dosiert Hauptbausteine des Haarkeratins, Cystin und wichtige B-Vitamine. Außerdem ist Hefe enthalten, die eine Vielzahl von Spurenelementen und Vitaminen für den Stoffwechsel der Haare enthält. Das Mittel ist für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet. Es wird in der Regel bei diffusem Haarausfall verordnet. Pantovigar sollte 3x täglich 1 Kapsel über 3 bis 6 Monate eingenommen werden.
Bei erblich bedingtem Haarausfall wird häufig „Pantostin“ empfohlen. Das Mittel schützt die Haarwurzel und stoppt so den Haarausfall. Der Wirkstoff ist Alfatradiol. Auch dieses Mittel ist für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet. Es ist besonders gut verträglich. Pantostin wird einmal täglich, am besten abends vor dem Zubettgehen, auf die betroffenen Stellen der Kopfhaut aufgetragen und einmassiert. Das sollte man über eine längere Zeit tun, mindestens so lange, bis sich die Symptome bessern. Dann kann man die Anwendung auf jeden zweiten bis dritten Tag verringern.
Ein weiteres Mittel ist Finasterid. Das verschreibungspflichtige Mittel dient ausschließlich der Behandlung der androgenetischen Alopezie beim Mann. Die Tabletten bewirken, das sich weniger DHT aus Testosteron bilden kann. Finasterid sollte drei bis sechs Monate angewandt werden. Dabei kann es zu Potenzproblemen kommen, da stark in den Hormonhaushalt des Mannes eingegriffen wird.
Auch Minoxidil ist apothekenpflichtig. Das Mittel soll bei der Reaktivierung der Haarwurzel helfen. Auch Minixidil ist nicht frei von Nebenwirkungen.
Bei Frauen werden häufig Antiandrogene verschrieben, aber nur bei der Behandlung der androgenetischen Alopezie. Das Mittel wirkt den männlichen Sexualhormonen entgegen. Vorab sollte jedoch eine Hormonspiegelanalyse durchgeführt werden. Die Nebenwirkungen müssen genau überwacht werden.
Spironolacton wird äußerlich angewendet und bekämpft die hormonellen Einflüsse auf die Haarfollikel. Es wird als Haarwasser und häufig in Kombination mit Minoxidil verwendet. Spironolacton wirkt als Androgen-Rezeptor-Blocker.
Frei verkäufliche Mittel halten in den meisten Fällen nicht, was sie versprechen, auch wenn sie so genannte wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Bisher konnte allerdings kein Mittel ohne antiandrogene Wirkung nennenswerte Erfolge nachweisen.
Wichtig ist die Verwendung von guten, nicht parfümierten Shampoos, die keine Reizstoffe enthalten. Je nach Hauttyp können Shampoos die Kopfhaut pflegen und fettigem Haar und Schuppen entgegenwirken. Auch spezielle Vitaminpräparate können für Haut und Haare sinnvoll sein, wenn sie Stoffe wie Zink, Biotin und Vitamin-B-Komplex enthalten.
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