Was tun gegen Haarausfall?

Frau mit HaarausfallWenn man an sich stärkeren Haarausfall feststellt, der beunruhigende Ausmaße annimmt, sollte man einen Arzt aufsuchen. Bedenken sollte man aber, dass bis zu 100 ausgefallene Haare pro Tag normal sind. Erst wenn es mehr Haare sind, sollte man sich an einen Arzt wenden und auch nur dann, wenn der Haarausfall über einen gewissen Zeitabschnitt anhält. Nicht gleich am ersten Tag losrennen. Oft ist er so schnell wieder vorbei, wie er gekommen ist.

Bei dem Arzt sollte es sich um einen Facharzt handeln, am besten einen Dermatologen (Hautarzt), den Haare sind Hautanhangsgebilde. Der Arzt wird zuerst versuchen, herauszufinden um welche Art Haarausfall es sich handelt. Dann kann man festlegen, wie er behandelt werden soll. Auch wird die allgemeine gesundheitliche Verfassung untersucht, denn Haarausfall kann viele Gründe haben.

HaaranalyseUm herauszufinden, wodurch es zu dem Haarausfall kommt, gibt es verschiedene Tests, so z.B. die mikroskopische Haaranalyse, auch Trichogramm genannt. Die Haare werden mikroskopisch untersucht. Damit lassen sich Rückschlüsse auf den Haarzyklus ziehen. Weiterhin lässt sich feststellen, ob und häufig auch warum die Haarfollikel verändert sind.

Auch ein Zupftest kann Aufschluss über den Haarzustand bringen. Die Kopfhautbiopsie kann Erkenntnisse über eventuelle Erkrankungen des Haarbodens bringen. Dazu wird ein winziges Stück der Kopfhaut unter örtlicher Betäubung entnommen und untersucht. Mit dieser Untersuchung kann festgestellt werden, ob eine Flechtenerkrankung, eine Autoimmunerkrankung oder eine schwere Pilz-, Bakterien- oder Virusinfektion der Kopfhaut vorliegt.

Ein weiterer Test ist das Phototrichogramm. Dabei werden ein oder zwei Stellen des Kopfbereiches rasiert und tätowiert. Die Stellen werden nach der Rasur und zwei oder drei Tage später erneut fotografiert. Ein Vergleich der Aufnahmen erlaubt, die wachsenden Haare zu zählen. Der Aufwand dieser Untersuchung ist hoch. Sie wird hauptsächlich bei Studien eingesetzt.

Erst wenn geklärt ist, um welchen Haarausfall es sich handelt und was die Ursachen sind, können Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Viele Kliniken und Hautärzte bieten spezielle Haarsprechstunden an. Im Internet findet man viele Informationen dazu. Auch sonst bietet das Internet eine Menge Möglichkeiten, sich zu informieren und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Auch Selbsthilfegruppen bieten Unterstützung an.

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