Ernährung bei Haarausfall
Nicht nur der Körper, auch Haare benötigen Nährstoffe zum Wachsen. Neben viel Vitamin werden vor allem
Spurenelemente benötigt. Eisen und Zink sind dabei besonders wichtig. Auch Biotin und Folsäure werden benötigt. Diese Stoffe können mit der Nahrung aufgenommen werden.
Der menschliche Körper kann für viele wichtige Substanzen, die er für den Stoffwechsel benötigt, keine Depots anlegen. Deshalb müssen diese Stoffe mit der Nahrung aufgenommen werden.
Eisen ist Bestandteil des Blutfarbstoffes Hämoglobin und verantwortlich für den Sauerstofftransport im Blut. Fleisch, Fisch und Vitamin-C reiche Kost enthält viel Eisen. Spinat, der früher als der Eisenlieferant galt, enthält aber nur ganz geringe Mengen davon. Man müsste schon Berge davon essen, um seinen Eisenvorrat zu füllen. Vorsicht geboten ist vor dem exzessiven Genuss von Kaffee und Tee. Der Eisenmangel kann dadurch verstärkt werden.
Das Spurenelement Zink ist an der Bildung von Keratin beteiligt, einem Hauptbestandteil von Haaren. Zink ist vor allem in Fleisch, Käse, Milch, Roggen- und Weizenkeimen, Meeresfrüchten und Eiern enthalten.
Besonders Vegetarier leiden unter Mangelzuständen. Da sie kein Fleisch und keinen Fisch essen, fehlt oft Eisen im Körper. Das in Getreideerzeugnissen enthaltene Zink ist bei eiweißarmer Ernährung schlecht aus dem Darm aufzunehmen. Deshalb fehlt auch häufig Zink. Sportler sollten auch ein besonderes Augenmerk auf ausreichend Zink im Körper legen. Über den Schweiß, den sie vermehrt absondern, wird viel mehr Zink ausgeschieden, als bei Nichtsportlern.
Kupfer ist ein wichtiges Spurenelement und gehört zu den Enzymen, welche die Stoffwechselvorgänge im Körper regulieren, auch in den Haarzellen. So verbessert es die Haarstruktur. Reich an Kupfer sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Trockenobst und Hefe.
Das Vitamin Folsäure ist von großer Bedeutung für das Zellwachstum und die Zellerneuerung. Es ist in großen Mengen in allen Blattgemüsen enthalten, ebenso in Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten.
Vitamin A (Retinol) ist unentbehrlich für den Aufbau von Haut und Haaren. Es macht den Haarschaft geschmeidig und sorgt für einen gesunden Haarwuchs. Retinol ist in Milchprodukten, Karotten, Aprikosen, Paprika und Fischöl enthalten. Eine Überdosierung von Vitamin A ist allerdings gefährlich. Allerdings kann es nur durch die zusätzliche Einnahme von Tabletten dazu kommen, nicht durch die Nahrungsaufnahme.
Vitamin-C spielt natürlich auch eine große Rolle. Es ermöglicht, dass sich Eisen an die roten Blutkörperchen bindet und auf diese Weise im Körper weitertransportiert wird. So gelangt der wichtige Haarbaustein Eisen mit Hilfe von Ascorbinsäure zu den Haarwurzeln. Außerdem stärkt es die Zellen im Haarschaft.
Biotin, ein wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe, wird für den Eiweißstoffwechsel des Körpers und somit für die Bildung der Eiweißstrukturen der Haare benötigt. Sie regulieren die Talgproduktion und aktivieren wichtige Stoffwechselvorgänge. Sie beugen Entzündungen vor und sorgen für eine gesunde Kopfhaut. Milch, Milchprodukte, Eier, Hefe, Nüsse, Weizenkeime, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte liefern reichlich Biotin.
Sollte man unter Haarausfall leiden und in Folge davon seine Ernährung umstellen, muss man wissen, dass sich erste Erfolge erst nach einigen Monaten einstellen. Geduld und Durchhaltevermögen sollte man schon mitbringen.
Der Konsum von Fast Food, übermäßige Radikaldiäten, Essstörungen wie Magersucht
oder Bulimie können wegen einer Mangelversorgung an wichtigen Nährstoffen und Vitaminen zu Haarausfall führen.
Neben einer gesunden, ausgewogenen Ernährung können auch Kombinationspräparate, die schwefelhaltige Aminosäuren und B-Vitamine enthalten helfen, Haarausfall entgegenzuwirken. Sie liefern wichtige Aufbaustoffe für das Haarwachstum. Schwefelhaltige Aminosäuren sind wichtig für den Aufbau des Haarkeratins, aus denen der Haarschaft besteht. B-Vitamine fördern den Energiestoffwechsel des wachsenden Haars.
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