Haarausfall und die Pille
Haarausfall zählt bei Frauen zu den seelisch belastendsten Gesundheitsstörungen. Als Frau hat man immer gut auszusehen, wenn man erfolgreich sein will. Die Haare fallen jedem Betrachter mit als erstes ins Auge. Sie müssen gesund und chic aussehen.
Kommt es zu verstärktem Haarausfall leiden viele Frauen sehr. Der Verlust der Haare ist bei ihnen gleichbedeutend mit dem Verlust ihrer Weiblichkeit. Sie ziehen sich zurück, pflegen keine Kontakte mehr und vereinsamen in den schlimmsten Fällen. Auch Depressionen können sich einstellen. Den Betroffenen kann aber in vielen Fällen geholfen werden.
Die Anti-Baby-Pille verhindert eine Schwangerschaft und greift in den Hormonhaushalt der Frau ein. Als angenehmer Nebeneffekt verhilft sie vielen Frauen zu einem verstärkten Haarwuchs. Das Haar wird voller, wächst schneller und sieht gesünder aus.
Wird die Pille dann aber abgesetzt, wird der Hormonhaushalt wieder durcheinander gebracht. Dies kann zu einem vermehrten Haarausfall führen. Dieser kann nur einige Wochen, in schweren Fällen aber auch bis zu einem Jahr anhalten. Spätestens nach dieser Zeit sollten sich der Haarwuchs und der Haarausfall aber normalisiert haben.
Inzwischen wurden Anti-Baby-Pillen entwickelt, die gegen den anlagebedingten Haarausfall wirken. Sie werden auch bei starkem Haarverlust nach Absetzen der Pille eingesetzt.
Ein relativ neues Mittel um den Haarausfall zu stoppen, ist „Regaine“. Die 2%ige Lösung wird auf in die Kopfhaut einmassiert. Nach 3 bis 4 Monaten stoppt der Haarausfall in den meisten Fällen. Selten dauert es auch mal bis zu 6 Monaten. Minoxidil (Regaine) ist das wirksamste äußerlich anzuwendende Präparat zur Behandlung der androgenetischen Alopezie. Bei bis zu 80 Prozent der Frauen ist ein Stopp des fortschreitenden Haarverlustes möglich, etwa 40 bis 50 Prozent der Frauen bemerken eine Verdichtung des Haarkleides. Dies ist in zahlreichen klinischen Studien belegt worden. So kann man sich also nach dem Absetzen der Pille und damit verbundenem Haarausfall helfen.
Einige Anti-Baby-Pillen enthalten Antiandrogene. Sie werden therapeutisch bei erblich-hormonellem Haarausfall eingesetzt. Dazu gehören unter anderem Diane 35, Neo-Eumonie, Belara oder Valette. Eine Beurteilung, ob sie gegen den Haarausfall wirken, ist meist erst nach 3 bis 6 Monaten möglich. Welche Pille empfehlenswert ist, kann ein Gynäkologe am besten beurteilen.
In einigen wenigen Fällen führt die Einnahme der Anti-Baby-Pille zu einer Erhöhung des Haarausfalls. Das ist aber relativ selten. Auf den Beipackzetteln vieler Pillen ist Haarausfall als Nebenwirkung angegeben. Zum Glück kommt es aber nur in Ausnahmefällen dazu. Meist ist ein zusätzlich genommenes Medikament Schuld. Bei mehreren gleichzeitig eingesetzten Medikamenten kann es zu Wechselwirkungen kommen. Die Wirkung kann dann eine ganz andere sein.
Tags: Frauen, Haar, Haarausfall, Haare, Haarwuchs, Mittel, Pille
14. August 2008 um 14:44
Meine Tochter hat von der Valette die ja antiandrogen sein sollte 400-500 haare pro Wäsche
verloren, also jeden 2. Tag. Nach Absetzen der
Pille ging es noch 3 Monate so weiter und dann hat
sich der Ausfall auf ca. 80 pro Wäsche reduziert.
Ich denke das ist immer noch sehr viel. Muss man
damit rechnen dass die Haare nicht mehr nachwachen?
Neuwuchs kann ich nämlich nicht erkennen. Wie
lange brauchen die Haare bis sie sich wieder ganz
erholt haben?
mfg
Karina
11. Oktober 2008 um 15:33
Hallo!
Nach Absetzen der Pille verminderte sich der Haarausfall bei mir. Seit 4 Mon. nehme ich nun wieder die Valette (nur wegen der schlechten Haut!) u. der Haarverlust ist seit 3 Mon. erneut zu stark. Überall in den Räumlichkeiten liegen die Haare am Boden, Kleidung, selbst das Bett ist ein Meer aus Haaren.
Ein Haarwurzeltest ergab, dass das Haarwuchstum im Scheitelbereich eingestellt ist d.h. es wächst nichts.
Muss ich damit leben oder gibt es Hilfe dies zu ändern? Außer die Verwendung von Regaine? Dieses Mittel kann sich ein Schüler zudem monatl. nicht leisten!
LG
04. November 2008 um 18:28
Wahrscheinlich hat sich der Haarausfall bereits erledigt, da der Eintrag bereits Monate her ist. Wollte nur sagen, dass das meine Geschichte sein könnte. Habe auch durch die Valette ca. 2 Monate nach Einnahmebeginn wahnsinnigen Haarausfall bekommen von ca. 400-500 Haaren pro Tag. Habe sie jetzt seit 2 Monaten abgesetzt. Ich kann am Stirnansatz kleine neue Stoppeln sehen, ich hoffe diese bleiben mir erhalten. Haarausfall hält aber immer noch so krass an, hoffe auf Besserung in den nächsten Wochen. Habe zur Zeit nur noch allenfalls 30% meiner Haare und gehe schon nur noch mit Mützen raus (Gott sei dank kommt der Winter). Echt heftig. Ich denke aber bei meinen Vorposter sind 80 Haare /pro Wäsche jeden 2.Tag absolut ok.
20. November 2009 um 08:37
Nachdem meine Tochter die Valette wegen Haarausfall abgesetzt hat.
pasierte folgendes: 3 Monate nach Absetzen der Pille halbierte sich ihr
Haarausfall von ca. 400-500 Haaren um sich dann bei ca. 70-80 Haaren
einzupendeln. Aber etwa 5-6 Monate nach dem Absetzen der Valette entstand eine hartnäckige Akne im ganzen Gesicht und auf dem Rücken.
Selbst mit bester Pflege, medikamentöser Unterstützung von Seiten eines
Hausarztes und 2 Dermatologen war die Akne und der Resthaarausfall
nicht unter Kontolle zu kriegen. Nach 1,5 Jahren ohne Pille empfahl dann
der Gynäkologe und ein Endokrinologe die Pille morea sanol/Diane gegen
die Akne und evtl. auch gegen den Haarausfall zu nehmen, da mittlerweile
PCO festgestellt wurde. Nun nimmt sie den 5. Monat diese Pille, an der
Akne hat sich überhaupt nichts verbessert und der Haarausfall ist wieder
bei ca. 200 Haaren pro Haarwäsche (ohne die Haare die sonst noch rausgehen) mit steigender Tendenz.
Ich glaube mittlerweile, dass diese teueren antiandrogenen Pillchen eher
der Pharmaindustrie nutzen als den jungen Frauen.
LG