Therapie bei Haarausfall
Haarausfall ist ein ernst zu nehmendes Problem und ruft bei Betroffenen häufig einen enormen Leidensdruck hervor. Da die Ursachen für Haarverlust äußerst vielseitig sein können, ist es schwierig, selbst eine Diagnose zu stellen und sich in Eigenregie zu behandeln.
Haarverlust ist ein Fall für den Facharzt, egal ob Schulmediziner, Heilpraktiker oder Homöopath. Letztendlich
ist die Wahl des Arztes „Glaubenssache“. Die einen bevorzugen die Schulmedizin, die anderen die Naturheilkunde. Bei Haarausfall gibt es nicht die eine einzig richtige Therapie. Oftmals hilft eine Kombination aus verschiedenen Methoden sogar am besten.
Wichtig ist auf jeden Fall, dass eine gründliche Diagnostik erfolgt die möglichst nicht nur das Symptom Haarausfall betrachtet, sondern mögliche andere versteckte Ursachen mit in Betracht zieht und im Blick behält.
Die eigentliche Therapie wird mit dem behandelnden Arzt auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmt. Bei erblichem Haarausfall findet meist eine Behandlung mit Hormonen statt, da er auf Abbauprodukte des männlichen Hormons Testosteron zurückführbar ist. Außerdem wird die Kopfhaut zusätzlich gerne mit koffeinhaltigen Präparaten behandelt.
Bei Kreisrundem Haarausfall, der häufig seinen Ursprung in einer Autoimmunreaktion des Körpers hat (das Immunsystem greift die eigenen Haarwurzeln, also Körpereigene Zellen an), wird gerne Kortison verabreicht um die unerwünschte Reaktion des Körpers zu unterdrücken.
Diffuser Haarausfall kann verschiedenste Ursachen haben die einer genauen Abklärung bedürfen. Häufig ist er auf Mangelernährung bezüglich bestimmter Stoffe zurück zu führen. Mit Hilfe von Mineralstoff- und Vitaminpräparaten kann der herrschende Mangel ausgeglichen werden. Hinter dem diffusen Haarausfall können sich verschiedene ernsthafte Krankheiten verbergen, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Es bedarf einer genauen Diagnostik, um die Ursachen heraus zu finden und zu behandeln.
Auf naturheilkundlicher oder homöopathischer Basis wird nicht mit herkömmlichen „chemischen“ Präparaten behandelt, sondern der Körper wird durch die Gabe homöopathischer Mittel (z.B. Globuli) wieder in ein Gleichgewicht gebracht. Auch Kräuterextrakte, Tees und Tinkturen auf natürlicher Basis finden ihre Anwendung. Manchmal ist der Haarverlust auch Zeichen einer Übersäuerung des Organismus. Hier wird versucht, durch eine Ernährungsumstellung den Säure-Basen-Haushalt des Körpers wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
In der sog. „sanften“ Medizin wird nicht nur das isolierte Symptom behandelt, sondern der Mensch in seiner Ganzheitlichkeit. Die Schulmedizin betrachtet immer noch zu oft das einzelne Symptom. Mittlerweile mischen sich jedoch die einzelnen „Schulen“: Schulmediziner haben z. B. Zusatzqualifikationen als Homöopathen und/oder im Bereich der Akupunktur. Diese „Vermischung“ fördert die ganzheitliche Sicht auf den Menschen und seine Krankheiten. Der Patient wiederum kann von den verschiedensten Methoden profitieren.
Wichtig ist, dass Symptom Haarausfall nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Ein krankhafter Haarverlust gehört auf jeden Fall in die Hände von Fachleuten.
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